Meinung
Auf dieser Seite können Sie die Meinungen von den Mitgliedern des Ortsverbandes der FDP in Timmendorfer Strand - Niendorf/Ostsee nachlesen. Einzelne Meinungen geben nicht unbedingt die Ansicht des gesamten Ortverbandes wieder! Die Meinungen sind namentlich gekennzeichnet.
LN vom 20.01.2009, S. 7
Tourismus will Krise mit 30-Millionen-Hilfe trotzen
„Die Kommunalvertreter verfügen häufig nicht über die notwendige Kompetenz für solche Entscheidungen“, so wird der Bürgermeister der Gemeinde Timmendorfer Strands in den LN vom 20.01.2009 zitiert. Herr Popp bezieht sich damit auf die Ablehnung von Hotel-Neubauten in Timmendorfer Strand/Niendorf, Scharbeutz und Haffkrug durch die jeweiligen Gemeindegremien in den vergangenen Wochen und Monaten. Die von Herrn Popp Kritisierten sind aufgrund demokratischer Regeln gewählt worden und somit legitimiert. Sie haben die Aufgabe, den politischen Willen ihrer Wähler umzusetzen und zum Wohle der Gemeinde zu handeln.Das Wohl einer Gemeinde ist aber nicht auf den Bauwillen einiger weniger zu reduzieren!
Herr Popp als Leiter einer Verwaltungsbehörde hat bereits mehrfach gezeigt, dass er ein mehr als fragwürdiges Verständnis unseres Staatsaufbaus und der Demokratie haben muss. Zudem ist die Frage seinerseits zu beantworten, welche Kompetenz er inne hat, wenn unter seiner Verantwortung in jüngster Vergangenheit das Steuergeld-Experiment „ostseecard” nach der Verschwendung von mehr als 1 Mio. Euro an öffentl. Geldern nach völliger Erfolglosigkeit still und leise wieder eingestellt wurde? Und welche Sach- und Fachkenntnisse hat Bürgermeister Popp, wenn, ebenfalls unter seiner Verantwortung, für das Wolken-Kuckucksheim-Projekt und wirtschaftliche Überleben der „TSNT GmbH” fast 2 Mio. Euro alleine für das Jahr 2008 von den Steuerzahlern aufgewendet werden mussten? Staatswirtschaft nach sozialistischem Vorbild sind aber derzeit in Bund und Land groß in Mode. Gewinne werden privatisiert, Verluste sozialisiert! Unsere Nachbargemeinde Grömitz geht ja schon mit gutem sozialistischem Beispiel voran: Auf Staatskosten soll es einen kommunalen Golfplatz geben! Kein Zweifel, dass eine Gemeinde dringend für ihre Existenz eine derartig auf das Gemeinwohl bedachte Sportanlage benötigt.
Prof. Dr. Rudolf Hickel erklärte kürzlich gegenüber Kurt Biedenkopf in einer TV-Talkshow, dass er , Herr Biedenkopf, das Problem und die Zusammenhänge der Finanzkrise nicht verstanden habe. Herrn Popp kann man bedauerlicherweise nur das Gleiche zurufen! Haben sich Herr Popp sowie Herr Marnette mal die Frage gestellt, wer die Übernachtungspreise der von ihnen monoton geforderten „hochwertigen Hotels” bezahlen können soll, wenn es infolge eines gewaltigen Wirtschaftsschrumpfens weltweit zu einer erheblichen Erhöhung der Arbeitslosigkeit in Deutschland kommen wird? Wer immer noch glaubt, die Finanzkrise sei überwiegend ein US-amerikanisches Problem, der glaubt wahrscheinlich auch an die Wirksamkeit von Protektionismus - und an die Zahnfee!
Timmendorfer Strand, den 21.01.2009
Mike Weber
LN-Online-Ausgabe vom 01.03.2009
Lokales, OstholsteinKurabgaben-Betrug: Ostseebäder verlieren Millionen
In der Online-Ausgabe der Lübecker Nachrichten vom 01.03.2009 unter der Rubrik “Lokales - Ostholstein” ist unter der Überschrift „Kurabgaben-Betrug: Ostseebäder verlieren Millionen” zu lesen, dass in Tourismusorten wie Timmendorfer Strand, Grömitz und Scharbeutz die „Abgabenehrlichkeit” der Vermieter unzureichend seien und hierdurch den Gemeinden Verluste in Millionenhöhe entstünden. Der Bürgermeister von Timmendorfer Strand, Volker Popp, wird mit den Worten zitiert: „Würden alle bezahlen, kann die Kurabgabe gesenkt werden.” In Timmendorfer Strand sind in der Hauptsaison pro Übernachtung € 2,60 in der Nebensaison € 1,50 an Kurabgabe zu entrichten. Um dem Problem der Abgabenverkürzung Herr zu werden heißt es in dem Artikel weiter, dass geplant sei mit schärferen Kontrollen zu reagieren. In Dahme soll sich gar in dieser Saison ein privater Sicherheitsdienst um die Überprüfung kümmern und Grömitz kündigt sporadische Kontrollen von großen Appartementhäusern und Wohnwagen an.
Mike Weber vom Ortsverband Timmendorfer Strand der FDP meint hierzu:
Neben der Kurabgabe gibt es die Fremdenverkehrsabgabe - u. das Geld reicht nicht. „Schwarzarbeit” u. spektakuläre Strafverfahren zeigen, dass es ein gesellschaftliches Phänomen ist Abgaben zu verkürzen. Statt über Erhöhungen und Ausforschungsmethoden nachzudenken, sollte sorgsam mit Steuergeld umgangen werden. € 2,60 sind im Café besser ausgegeben, als Millionen für unsinnige Tourismus-GmbHs.
Timmendorfer Strand, den 01.03.2009
Mike Weber



