Wahlaussagen 2008

Tourismus

Dies ist für die Gemeinde der wichtigste Wirtschaftszweig. Die meisten Bürgerinnen und Bürger verdienen hier das Geld für ihren Lebensunterhalt und zahlen dann auch Steuern.

Auch in Zukunft muss die Qualität nicht nur gehalten, sondern im Konkurrenzkampf noch ausgebaut werden. Dazu gehört auch ein neues Hotel an der Acht. Dieses Projekt ist jedoch so stark umstritten, dass wir einen Bürgerentscheid einleiten wollen. Weiter geht es darum, Zweitwohnungen zu verhindern, denn sie schaden dem Tourismus. Auch muss die Zahl und die Größe der Veranstaltungen sorgfältig geprüft werden, denn durch zu viele Menschen, die diese Großveranstaltungen für einige Stunden besuchen, fühlen sich Übernachtungsgäste vielleicht gestört. Das Kurmittelhaus soll seiner ursprünglichen Aufgabe, nämlich als Haus der Gesundheit, wieder zugeführt werden. Beim Verpachten soll auch an eine Mischnutzung gedacht werden, da die Zahl der Kuren deutlich zurückgegangen ist. Der Timmendorfer Platz muss für Veranstaltungen halbtags geschlossen werden, damit das einmalige Timmendorfer Flair noch intensiver wirken kann, wenn keine Veranstaltungen sind, ist selbstverständlich die freie Durchfahrt angesagt, Die neue TSNT GmbH werden wir kritisch begleiten. Wir treten für eine Attraktivitätssteigerung des Strandlebens ein. Dem Strandkorbvermieter soll es erlaubt sein, auch andere Serviceleistung für den Strandgast zu erbringen.

 

Schulen

Alle Bildungsabschlüsse müssen in der Gemeinde erreicht werden können. Deshalb fordern wir die Errichtung einer Regionalschule. Denn nur in ihr können die letzten Schuljahre noch in einem Realschulzweig besucht werden. Zusätzlich wollen wir die Trägerschaft des Ostsee-Gymnasiums übernehmen. Dann wäre es möglich, in Timmendorfer Strand entweder in 9 Jahren oder aber in 8 Jahren das Abitur abzulegen. Eine Gemeinschaftsschule lehnen wir strikt ab, diese neue SPD-Schule stellt eine zehnjährige Volksschule dar, die ihre Schülerinnen und Schüler nur in vereinzelten Fällen zum Abitur führt. Für uns selbstverständlich ist, dass es sich bei allen Schulen um offene Ganztagsschulen handeln muss. Nur so können wir die Kinder und Jugendlichen angemessen fördern. Deshalb haben wir auch Planstellen für Mitarbeiter gefordert, die dieses Angebot auch pädagogisch begleiten können. Aber auch die vorschulische Betreuung und Erziehung wird von der FDP massiv gefordert, gefördert und unterstützt. Demnächst erfolgt sogar eine Betreuung von Kleinkindern am Wochenende und bis in die Abendstunden. Wer allerdings fordert, das letzte Kindergartenjahr gebührenfrei anzubieten, ohne zu sagen, wer dies bezahlen soll, ist in unseren Augen unredlich. Wenn dann noch unsere hervorragende Jugendarbeit verdichtet und noch besser vernetzt ist, stellt sich die Gemeinde wirklich als familienfreundlich dar mit einem einmaligen Angebot

 

Küstenschutz

Wir müssen unsere Bürgerinnen und Bürger vor Hochwasser sowohl in ihrem Leben als auch in ihrem Hab und Gut schützen. Deshalb haben wir von Anfang an die Schutzmaßnahmen gegen Hochwasser unterstützt. In diesem Zusammenhang unterstützen wir auch eine leistungsfähige Pumpe an der Aalbeek, die das Wasser bei Ostwetterlage in den Hafen pumpt, damit die Aalbeeksiedlung nicht sooft überschwemmt wird. Aber nicht nur deshalb, weil das Land 90 % der Kosten übernimmt, sondern auch unter dem Gesichtspunkt, dass wir mit großem Kostenaufwand anschließend unsere gesamte Strandpromenade völlig neu gestalten. Denn diese Promenade ist einmalig in ganz Deutschland mit ihrem Dünenwald. Beim Spazierengehen durch die Bäume aufs Meer zu schauen, das ist schon ein Genuss besonderer Art. Leider ärgern wir uns sehr darüber, dass die neue Strandpromenade erhebliche technische Mängel aufweist. Wenn es regnet, quillt feinkörniger Matsch in die Schuhsohlen und hinterlässt Spuren, die selbst ein einäugiger Indianer im Dunklen verfolgen könnte. Ist es trocken, bläst der Seewind Mehlstaub ins Binnenland, der sich am Spaziergänger und den Hauswänden festsetzt. Solange diese Mängel nicht abgestellt sind, soll die Gemeinde natürlich auch keine weiteren Zahlungen an die Baufirma leisten.

 

Finanzen

Ziel der FDP ist die Weiterentwicklung der Wirtschaftskraft der gesamten Gemeinde. Das ist aus liberaler Sicht aber nur möglich, wenn die Gemeinde mit Steuergeldern öffentliche Infrastrukturen weiter modernisiert und ausbaut. Denn als Folge können wir Liberale immer wieder beobachten, dass nach einer öffentlichen Investition auch private Investitionen folgen. Und das genau ist unser Ziel. Als Beispiel kann man sich ja einmal die privaten neuen Projekte im Umfeld des Niendorfer Hafens anschauen, nachdem die Gemeinde den Hafen neu gestaltete. Aber um als Gemeinde investieren zu können, muss sie erst einmal ihre Schulden abbauen. Unser Ziel: eine schuldenfreie Gemeinde, das ist in den kommenden 5 Jahren auch zu schaffen. Schulden abbauen kann man auf verschiedene Weise: Ausgaben einsparen und/oder Einnahmen erhöhen. Beim Einsparen sind wir Liberale äußerst vorsichtig, denn der Bürger erwartet von seiner Gemeinde eine ganze Reihe von Leistungen, die die Lebensqualität in Timmendorfer Strand ja gerade auch ausmachen. Sparen können wir bei unsinnigen Satzungen, die kaum hohe Einnahmen bringen. Warum soll die Gemeinde ihren Bürgern alles vorschreiben dürfen? Warum soll der Staat seine Bürgerinnen und Bürger ständig gängeln? Das finden wir schlecht. So halten wir die geltende Baumschutzsatzung verfassungsrechtlich für bedenklich. In Wirklichkeit stellt sie eine Baumverhinderungssatzung dar. Denn häufig haben wir schon sehen können, dass Grundeigentümer die Bäume absägen, bevor sie einen bestimmten Stammumfang haben. Als Eigentümer weiß ich doch genau, dass besonders große und alte Bäume ökologisch wertvoll sind und werde sie dann auch so lange wachsen lassen. Aber die drohende Satzung stellt ja eine Entmündigung dar, indem die Gemeinde alles schematisch festlegt. Neuen Verordnungen, die Gebühren nach sich ziehen, werden wir nicht zustimmen, so wie dem neuen PACT-Gesetz. Bei der Einnahmeerhöhung gibt es aus unserer sicht zwei Wege: Wirtschaftsförderung, damit die Gemeinde eine höhere Steuereinnahme hat und Erhöhung der Kurtaxehrlichkeit.