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19
Nov

Trinkkurhalle: Kunstgalerie raus, Quietsche-Entchen rein

19.11.2019
19.11.2019. November 2019
Die FDP Timmendorfer Strand kritisiert die Vorgehensweise von Bürgermeister Wagner und Herrn Nitz von der TSNT bezüglich der Galeristin Frau Anja Es.

Da die TSNT die Trinkurhalle zukünftig für irgendwelche Wanderausstellungen nutzen will, wurde Frau Es zum Februar gekündigt. Die TSNT hat bisher nur eine Absichtserklärung für eine Günter­ Grass-Ausstellung, aber noch kein Jahresprogramm für weitere Ausstellungen. Obwohl Frau Es angeboten hat, dass Sie die geplanten Wanderausstellungen fachlich begleiten und auch Flächen abgeben würde, blieb es bei der Kündigung. Wie die TSNT noch kurzfristig hochwertige Ausstellungen für 2020 organisieren will, steht in den Sternen.

Ab März 2020 wird es in der denkmalgeschützten Trinkkurhalle keine Galerie mit fachkundiger Leitung und den farbenfrohen Leucht-Objekten des Glaskünstlers Borowski mehr geben. Statt dessen plant die TSNT GmbH in der Rotunde Quietsche-Entchen, Socken und Schlüsselanhänger zu verkaufen. Für den Kurbetrieb fallen die Mieteinnahmen der Galerie weg, statt dessen darf der Steuerzahler noch 55. 000 Euro Personalkosten für die Aufsicht der Trinkkurhalle und den Souvenir-Verkauf übernehmen. 

Die TSNT geht von einer Gratisnutzung der Räumlichkeiten aus. Mit dem Verkauf von Waren übt die TSNT GmbH eine gewerbliche Tätigkeit aus und tritt mal wieder in Konkurrenz zu hiesigen Betrieben. Normalerweise werden Souvenir-Artikel in Geschäften verkauft und nicht durch eine vom Steuerzahler finanzierte Gesellschaft der Gemeinde.

Ob die geplante Grass-Ausstellung in der Rotunde inmitten von kitschigen Seepferdchen- Sonnenbrillen, Windlichtem, Ringelsocken, Nagellack und Parfüm einen geeigneten Rahmen findet, ist fraglich.

Der Ortsvorsitzender Ulrich Herrmann sagt zum baulichen Zustand der denkmalgeschützten Trinkkurhalle: „Es ist eine Schande, wie der Kurbetrieb mit dem historischen Gebäude umgeht. Seit Jahren sind die Schäden an den teilweise verrotteten Fensterrahmen der Wandelhalle und an dem angerotteten Türrahmen zum Innenhof deutlich sichtbar. Obwohl immer wieder darauf hingewiesen wurde, sollen die Schäden erst im nächsten Jahr behoben werden. Das kulturelle Desinteresse zeigt sich eben auch in Bezug auf die mangelnde Pflege des Gebäudes.“

Die FDP bedauert zutiefst den Fortgang der international bekannten und sehr erfolgreichen Künstlerin Frau Es nach Travemünde. Ihre Galerie in der Trinkkurhalle ist ein bedeutender Anziehungspunkt für viele Gäste. Die Borowski­-Lichtobjekte, die abends in allen Farben leuchten, machen die gläserne Rotunde zur besonderen Attraktion. Es ist unverständlich, dass sowohl die TSNT als auch die Mehrheit der politisch Verantwortlichen der Arbeit und der Kooperationsbereitschaft von Frau Es keine Wertschätzung entgegenbringen.

 




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