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  • Einkaufspassage an der Promenade
  • verlockende Ostsee vor Timmendorfer Strand
  • Blick von der Promenade
  • Fischerboote im Niendorfer Hafen
  • Raps im Sommer bei Timmendorfer Strand

Jedes Alter zählt

Den demografischen Wandel als Chance begreifen

BabyBoom in Berlin, viele junge Spanier und Griechen, die zuwandern  trotzdem: Deutschlands Bevölkerungszahl schrumpft. Die Bundesregierung legt daher vermehrt ihr Augenmerk auf den demografischen Wandel.

 

Im Herbst wird es erstmals einen "Demografiegipfel" geben. Vertreter von Ländern, Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft, Gewerkschaften und Verbänden werden Strategien beleuchten, um die alternde Gesellschaft zukunftsfest zu machen. Sind derzeit 49,8 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter, wird diese Zahl nach Vorausberechnung des Statistischen Bundesamtes bis 2030 um 6,3 Millionen sinken. Wie aber können unsere sozialen Sicherungssysteme stabil und gleichzeitig bezahlbar bleiben? Und Familie und Beruf besser vereinbart werden? Die Arbeitswelt so gestaltet werden, dass Beschäftigte länger gesund bleiben? Wie gelingt es in ländlichen Räumen, die ärztliche Versorgung sicherzustellen? Und wie müssen intelligente Mobilitätskonzepte aussehen, damit diese Räume trotz sinkender Einwohnerzahlen lebenswert bleiben?

 

Themen, auf die die vom Kabinett verabschiedete Demograflestrategie einen Blick wirft. Unter dem Titel 'jedes Alter zählt" werden darin nicht nur laufende Maßnahmen gebündelt, sondern neue Initiativen erdacht. Das Ziel: übergreifend handeln. Denn auf dem Land geht es beispielsweise nicht nur darum, ob genügend Ärzte vorhanden sind. Sondern auch, dass Menschen mit Bussen oder Bahnen zu diesen gelangen können. Gesellschaft, Wirtschaft, Arbeitsmarkt müssen modernisiert und an die neuen Herausforderungen angepasst werden.

 

Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an, singt Udo Jürgens frohgemut. Was ein jeder unter Anfangen versteht, ist indes doch sehr verschieden. Für die einen ist es der wohlverdiente Ruhestand. Endlich Reisen, ein Ehrenamt  oder vielleicht doch lieber Weiterarbeiten. Ideen vom Leben nach der Arbeit gibt es viele. Die FDP-Bundestagsfraktion setzt sich für maximale Wahlfreiheit ein.

 

Beim Übergang vom Berufsleben in die Rente oder bei der Entscheidung, zur Rente dazuzuverdienen, bei Pflege oder Vorsorge  immer geht es darum, Spielräume offen zu halten. Soziale Teilhabe soll in jedem Lebensabschnitt möglich sein. Im europäischen Jahr des Alters zeichnen die Liberalen an einem facettenreicheren Bild der älteren Generation. Wichtig ist ihnen beispielsweise mehr Prävention im Bereich der Medizin, bessere Aufklärung über gesundheitliche Risiken wie auch eine Neustrukturierung der Pflegesysteme. Zudem wollen die Liberalen auch in der Pflege eine Lockerung bei der Zuwanderung von qualifizierten Kräften aus dem Ausland sowie geringere Gehaltsgrenzen erwirken. Auch setzen sie sich für eine Stärkung der Forschungsmittel in Geriatrie, Gerontologie und Alterspsychologie ein. Zudem spielt bürgerschaftliches Engagement eine wichtige Rolle sowie die Weiterentwicklung von neuen Wohnformen.

 

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Behebung des Fachkräftemangels, beispielsweise durch einen flexiblen Renteneintritt und eine KombiRente. Zusammen mit dem Koalitionspartner hat der zuständige Arbeitskreis der FDPBundestagsfraktion die Hinzuverdienstgrenzen deutlich ausgeweitet. Die neue KombiRente soll es Rentnern ermöglichen, eine Teilrente zu beziehen und gleichzeitig einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Die Teilhabe im Betrieb soll durch Altersmanagement, Fortbildungs und Umschulungsprogramme gesichert werden. Es braucht noch viel Einsatz, diese Riesenaufgabe zu meistern.

 

Julio Kranz, in: Liberale Depesche 03/2012

 

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