• Steine
  • Einkaufspassage an der Promenade
  • verlockende Ostsee vor Timmendorfer Strand
  • Blick von der Promenade
  • Fischerboote im Niendorfer Hafen
  • Raps im Sommer bei Timmendorfer Strand

Pflegeneuausrichtungsgesetz

Hier finden Sie die PowerPoint Präsentation vom 14.02.2013, die Christine Aschenberg-Dugnus im Hotel Mercure hielt. Auf besonderen Wunsch der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurde sie dem Ortsverband zur Verfügung gestellt.

  Informationen zum Pflegeneuausrichtungsgesetz (PNG) 

 Christine Aschenberg-Dugnus, MdB 

 

Verschiedene Maßnahmen im PNG 

 1. Pflegeneuausrichtungsgesetz (PNG) berücksichtigt erstmals dementielle Erkrankungen 

 

•Im Vorgriff auf einen neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff erhalten dementiell erkrankte Menschen erstmals nennenswerte Leistungen aus der Pflegeversicherung 

•Bisher nur 100 oder 200 € monatlich für niedrigschwellige Leistungen 

•Bisher haben sich die Leistungen an den körperlichen Einschränkungen bei der Alltagsbewältigung orientiert  

 

•Pflegestufe 0  

•  50 % der Pflegestufe 1 

•  statt 0 €, jetzt 225 € im Monat für Sachleistungen 

•  Alternativ Betreuungsgeld 120 € 

 •  Pflegestufe 1 

•  1/3 der Pflegestufe 2 

•  statt 450 € jetzt 665 € im Monat für Sachleistungen 

•  Alternativ Betreuungsgeld von 305 € (bisher 235 €) 

•Pflegestufe 2 

•  1/3 der Pflegestufe 3  

•  statt 1.100 € jetzt 1250 € im Monat für Sachleistungen 

•Alternativ Betreuungsgeld von 525 € (bisher 440 €) 

 2. Stärkung des ambulanten Sektors

•Menschen wollen ambulant versorgt werden 

•in der eigenen Häuslichkeit 

•von den eigenen Verwandten/Bekannten 

•Daher sollen ambulante Wohnformen verstärkt gefördert werden 

 3. Neue Art von Leistungen: 

Häusliche Betreuung 

•Neben den bestehenden Komplexleistungen („Minutenpflege“) können die Pflegebedürftigen jetzt auch individualisierte Zeitkontingente vereinbaren 

•gerade für Demenzkranke sehr wichtig  

 4. Mehr Unterstützung für pflegende Angehörige 

•Fortzahlung von hälftigem Pflegegeld im Fall der Verhinderungspflege 

•Klarstellung der Reha-Ansprüche für pflegende Angehörige  

•Verbesserte Rentenansprüche für pflegende Angehörige 

–Addition bei der Pflege mehrer Pflegebedürftiger 

•Verstärkte Förderung von Selbsthilfegruppen  

–10 €C je Versichertem 

 5. Verbesserungen im  Begutachtungsprozess 

•Einheitliche Qualitätsgrundsätze für die individuelle Pflegeberatung 

•Sozialrechtliche Fragestellungen  

•Leistungen der Pflegekassen  

•Leistungen anderer Leistungsträger  

•Unterschiedliche Leistungsformen  

•Pflegerische Versorgung  

•Wohnen und Mobilität  

•Gesundheitsfürsorge und Versorgung  

•Gestaltung des Alltagslebens  

•Finanzielle und behördliche Angelegenheiten  

•Sonstiger Hilfebedarf (SGB II, IX, VII, Ehrenamt)  

•Hilfe und Unterstützung bei der Inanspruchnahme von Leistungen  

•Unterstützung bei der Gestaltung der Versorgungssituation 

•verbindlicher Anspruch auf schnelle Beratung in der eigenen Häuslichkeit (2 Wochen) 

•Anspruch auf Zustellung des Pflegegutachtens 

•Zulassung unabhängiger Gutachter   

 6. Entbürokratisierung 

•Ombudsfrau Elisabeth Beikirch  

•ombudsfrau@bmg.bund.de 

•Entlastung der Pflegekräfte 

–können sich wieder um ihre Kernkompetenz, die individuelle Pflege kümmern 

•Modellprojekte zur Angleichung der Prüfungen von MDK und Heimaufsicht 

 7. Förderung und Erprobung  neuer Wohnformen 

•Die meisten Pflegebedürftigen wollen in der eigenen Umgebung von bekannten Leuten gepflegt werden 

•Es müssen Angebote entwickelt werden, die dem gerecht werden  

•Gesellschaftsstrukturen wandeln sich. Weniger klassische familiäre Betreuung und dadurch steigendes Interesse an neuen Wohnformen 

•Daher im PNG: Unterstützungs- und Fördermaßnahmen für alternative Wohnformen

•Pflegebedürftige erhalten schon jetzt Zuschüsse aus der Pflegekasse für die ambulante Versorgung 

•Dazu kommen neue Mittel für die Gründung von betreuten Wohngruppen 

•Neu: Diese Mittel können auch „gepoolt“ werden 

•Erstens: Zuschüsse für den altersgerechten Umbau von Wohnungen und Häusern 

•Zweitens: Zuschuss für die Organisation und Betreuung der Wohngemeinschaft 

•Die WG kann sich also eine Organisationskraft leisten, die z.B. die hauswirtschaftliche Betreuung erbringt und den Kontakt zu den Pflegediensten hält 

•Die pflegerische Versorgung erfolgt durch den ambulanten Pflegedienst, der von jedem Bewohner individuell gewählt werden kann 

Interessant für die Kommunen: 

Chancen des demographischen  Wandels nutzen 

Altersgerechter Umbau von Kommunen, Quartieren und Wohnungen 

•Zahl der Pflegebedürftigen wird weiter steigen 

•Kommunen müssen sich mit diesem demografischen Wandel auseinandersetzen 

•Kommunen müssen verstärkt barrierearme Infrastruktur vorhalten 

–abgesenkte Bordsteine, Querungshilfen etc. 

•Beim Wohnungsbau wird verstärkt Barrierefreiheit nachgefragt werden 

•Einfacher, rollstuhlgerechter Zugang zu den Wohnungen und freie Bewegung innerhalb der Wohnung (z.B. im Bad)  

•Technische Hilfssysteme 

–Hausnotrufsysteme, optische Lichtleitsysteme, optische Klingelsysteme, GPS-gestützte Sturznotrufsysteme, etc. 

•Bau- und Wohnungswirtschaft hält schon vieles zu günstigen Preisen vor 

•Kommunen können sich überlegen, ob der Umbau z.B. von leer stehenden Immobilien auch in Kooperation mit privaten Partnern sinnvoll ist 

•Viele gute Beispiele auch schon in SH 

 Fazit: 

•Das PNG sorgt also für zahlreiche Verbesserungen in der ambulanten Pflege. 

•Das ist insbesondere auch im ländlichen Raum von großer Bedeutung

Altersgerechtes Wohnen wird zum Standortfaktor 

•Immer mehr Nachfrage nach altersgerechtem Wohnraum 

•Auch junge Familien haben ein Interesse, dass die eigenen Eltern im Falle der Pflegebedürftigkeit ortsnah untergebracht werden können 

•Der demographische Wandel bietet an dieser Stelle auch eine Chance für Kommunen, sich weiter zu entwickeln.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! 

Christine Aschenberg-Dugnus, MdB 

Pflegepolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion 

Stellvertretende Landesvorsitzende der FDP Schleswig-Holstein 

Vorsitzende des Landesfachausschusses Gesundheit der FDP Schleswig-Holstein 

  

Deutscher Bundestag 

Platz der Republik 1 

11011 Berlin 

  

Telefon: 030 227 75746 

Telefax: 030 227 76746 

Email: christine.aschenberg-dugnus@bundestag.de 

Internet: www.christine-aschenberg-dugnus.de 

 

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