• Einkaufspassage an der Promenade
  • verlockende Ostsee vor Timmendorfer Strand
  • Niendorfer Hafen
  • Blick von der Promenade
  • Steine
  • Raps im Sommer bei Timmendorfer Strand

Schule und Bildung

die Jugend ist die Zukunft

Wir wollen, dass nicht nur geredet wird.

"Ihr werdet die Schwachen nicht stärken, wenn ihr die Starken schwächt." (Johann Heinrich Pestalozzi)

 

 

 

Welche Bildung wollen wir?

Zweifellos hat der Begriff Bildung Konjunktur, zumindest im allgemeinen Sprachgebrauch. Wir haben Bildungsstandards, Bildungspläne, Bildungsstudien, Diskussionen um Bildungsgerechtigkeit und Bildungspolitiker. Das irritierende daran ist aber: Eigentlich geht es in den Standards, Studien, Debatten um Bildungsgerechtigkeit und selbst in der Bildungspolitik selten bis nie um Bildung an sich. Gerade die Schulpolitik misst ihren Erfolg vorrangig an Abitur- und Sitzenbleiberquoten, vielleicht noch daran, wie unsere Schülerinnen und Schüler bei internationalen Leistungserhebungen abschneiden. Aber ob sie sich wirklich Bildung aneignen konnten, ob gebildete junge Menschen unsere Schulen verlassen, ja ob überhaupt Bildung noch ein ernsthaftes und nicht bloß in Sonntagsreden beschworenes Ziel von Schule ist, das ist meist nicht Gegenstand der öffentlichen Auseinandersetzung. Bekanntlich ist Bildung ein Begriff, der in vielen anderen Sprachen und Ländern keine Entsprechung findet. Der Aspekt der Selbstbildung, Bildung als ein individueller Prozess der Selbstaneignung, gehört mit Sicherheit nicht zum Bedeutungskern von ‘education‘. Er ist auch dem Verständnis von Schule in asiatischen Gesellschaften fremd, wo das Lernen mehr als dienender kollektiver Prozess begriffen wird, der darin besteht, die Weisheit anderer demütig entgegenzunehmen. Den Bildungsbegriff des Neuhumanismus, der für die Entwicklung des Gymnasiums bis heute so wegweisend geworden ist, definierte Wilhelm von Humboldt als »die Anregung aller Kräfte des Menschen, damit diese sich über die Aneignung der Welt entfalten und zu einer sich selbst bestimmenden Individualität und Persönlichkeit führen.« Es geht also um ‘Anregung’ und nicht um die Vorstellung, Bildung wie mit einem Nürnberger Trichter vermitteln zu können. Es geht um die Förderung ‘aller’ Kräfte und nicht nur derer, die für Wirtschaft und Gesellschaft nützlich sind. Es geht um ‘Aneignung’, also die Fähigkeit, die Welt zu verstehen und in ihr Verantwortung zu übernehmen und es geht um die Vervollkommnung der eigenen Persönlichkeit, also Selbstverwirklichung und ein befriedigendes, glückliches Leben. Dieser Bildungsbegriff lässt sich nicht hinreichend erfassen mit Begriffen wie Output, Kompetenzrastern, Rankingplätzen bei Vergleichsarbeiten oder auch mithilfe der Übertragung ökonomischer Kategorien auf den Schulbereich. Das bedeutet deshalb noch lange keinen Widerspruch zu anderen gesellschaftlichen Bereichen. Letztendlich weiß heute auch der Personalleiter einer Weltfirma wie Mercedes: »Am Ende werden wir nicht mit Wissen gewinnen, sondern mit Persönlichkeiten!« Mit Persönlichkeiten, die ein tiefes Bewusstsein haben von der Geschichtlichkeit und den Möglichkeiten der eigenen Existenz, mit jungen Menschen, die sich bewusst sind ihrer Verantwortung für ihre Mitmenschen und die Zukunft der Schöpfung, mit Abiturientinnen und Abiturienten, die bereit sind, neben der Verfolgung ihrer eigenen Ziele auch Verantwortung in dieser Gesellschaft, ihrer Gemeinde, diesem Staat zu übernehmen, mit Persönlichkeiten, die Farbe bekennen für Menschlichkeit, Toleranz und Verständigung und die ein festes Wertegerüst besitzen. Nicht zu vergessen: Zur Bildung gehört auch immer Widerständigkeit, die Fähigkeit, Sachverhalte kritisch zu hinterfragen, sich dem Mainstream zu entziehen und eigene Positionen zu formulieren und wieder in Frage zu stellen. Gerade am Gymnasium sollten sich Lehrkräfte über jede Schülerfrage freuen, die sie umfassend herausfordert und ihnen mitunter sogar die eigenen Grenzen aufzeigt. Die ständige Anspannung im Schullalltag birgt die Gefahr, im Kleinklein der Notenerhebung, Stoffvermittlung und des Verwaltungsaufwands die eigentlich entscheidende Frage aus dem Blick zu verlieren: Was ist das Ziel unserer Tätigkeit, was für junge Menschen mit welcher Bildung, mit welchen Persönlichkeitsmerkmalen, mit welchen Fähigkeiten sollen unsere Schulen verlassen? Kurzum: Was bedeutet gymnasiale Bildung heute? Heinz-Peter Meidinger in: Profil 11/2015, S. 3 ...weiter

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Über eine aussterbende Spezies: den faulen Schüler!

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